Der erfolgreichste Film

"Die Geschichte vom kleinen Muck",...

Der kleine Muck wird nach dem Tode des Vaters aus dem Haus gejagt.
Er zieht in die Wüste und kommt zu einer wundersamen Alten. Dort findet er Zauberpantoffeln und einen Stab, der vergrabene Schätze aufspürt.

 

Im Jahre 1999, es war der 53. DEFA-Geburtstag, hatte ich den kleinen Muck zu Gast. Inzwischen ist der kleine Muck (Thomas Schmidt) ein Prof. Dr..

Er spielte für die Kameras, mit Pantoffeln aus dem MDR-Fundus, die Brunnenszene nach.

                  

Mein Stiefvater Peter Podehl hat das Drehbuch zum kleinen Muck geschrieben(1953). Anfänglich war ein Kind nicht für die Hauptrolle eingeplant. Meine Mutter war zu Probeaufnahmen eingeladen und nahm mich mit einer Vorahnung mit. Sie setzte mir in einer Drehpause einfach den Turban auf den Kopf, als Wolfgang Staudte mich sah, wurde er sofort auf mich aufmerksam und besetzte mich nach Probeaufnahmen an meinem 11. Geburtstag mit der Rolle. Eine Woche später fingen wir an zu drehen. Da ich auf Grund der Dreharbeiten aus der Schule genommen wurde, musste ich viel nacharbeiten.

"Die Geschichte vom kleinen Muck" war einer der letzten Filme, auf den kein politischer Einfluss ausgeübt wurde.

Nachdem die Urfassung des Drehbuches meines Vaters vom "Tapferen Schneiderlein" zu sehr durch politische Zwänge in seinem Inhalt beschnitten werden sollte, beschloss meine Familie 1955 in den Westen zu übersiedeln.

Da ich nie Schauspieler werden wollte, studierte ich Medizin und bin heute Hochschullehrer. Ich leite einen Arbeitsbereich Präventiv- und Verhaltensmedizin an der  Medizinischen Hochschule Hannover mit Schwerpunkt Stressforschung.

"Die Geschichte vom kleinen Muck" wurde von weit mehr als 100 Mio. Menschen in aller Welt gesehen, sogar in China. Es soll der Lieblingsfilm von Ho-Chi-Min gewesen sein.

Thomas Schmidt